MauS-Studie
MauS – Mehrsprachig aufwachsen und Sprachentwicklung im Gehirn
Viele Kinder wachsen heute mit mehr als einer Sprache auf. Diese frühen Spracherfahrungen prägen die Entwicklung des Gehirns und beeinflussen, wie Kinder lernen. Dennoch ist bislang nur wenig darüber bekannt, wie unterschiedliche sprachliche Erfahrungen das Lernen und die Entwicklung von Sprache, Denken und Gehirn langfristig beeinflussen.
Das Forschungsprojekt MauS (Mehrsprachig aufwachsen und Sprachentwicklung im Gehirn) untersucht, wie sich das sprachliche Umfeld zu Hause und in der Schule sowie individuelle Spracherfahrungen auf das schulische Lernen, die Sprachentwicklung und Gehirnentwicklung auswirken. Dafür begleiten wir mehrsprachige und einsprachige Familien über drei Jahre hinweg und kombinieren altersgerechte Sprach- und Lernaufgaben mit modernen Methoden der Hirnforschung, darunter die kindgerechte Magnetresonanztomographie (MRT), Fragebögen sowie genetische Analysen aus Speichelproben. Das Projekt ist Teil des NCCR Evolving Language, eines vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS), das die Evolution und Entwicklung von Sprache über die gesamte Lebensspanne untersucht.
Ziel der MauS Studie ist es zu erforschen, wie sich Sprache und Gehirn gemeinsam entwickeln und welche Faktoren Kinder in ihrer sprachlichen und schulischen Entwicklung unterstützen. Langfristig soll dieses Wissen dazu beitragen, Lern- und Entwicklungsunterschiede zwischen Kindern besser zu verstehen und neue Ansätze für gezieltere Förder- und Unterstützungsangebote zu schaffen.
Wir suchen:
- Kinder im Alter von 5 bis 7 Jahre
- die schon mindestens ein Jahr einen deutschsprachigen Kindergarten besucht haben
- die aktuell in den Kindergarten oder in die Primarschule gehen
Weitere Informationen finden Sie in unserem Flyer (PDF, 570 KB). Bei Fragen oder Interesse an einer Studienteilnahme, freuen wir uns über Ihre E-Mail an maus@kjpd.uzh.ch oder Ihre Anmeldunghier.